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1966 passierte so einiges ... das legendäre Caesar's Palace wurde in Las Vegas eröffnet, „The Sound of Music“ bekam den Oscar als bester Film, die erste Folge von Star Trek eroberte die unendlichen Weiten der Wohnzimmer, die Beatles veröffentlichten mit „Revolver“ eins der wichtigsten Alben der Popgeschichte und ein kleines Mädchen machte sich auf die große Reise, die wir Leben nennen. Eva wuchs in einem New Yorker Vorort auf (ja, die gibt es wirklich!) und es hätte wohl niemand erwartet, dass der Geigenunterricht der Anfang einer lebenslangen Liebesgeschichte sein würde: der Liebe zur Musik.
Im zarten Alter von sechs Jahren trat Eva ins Rampenlicht und begeisterte eine riesige Ansammlung jubelnder ... Wohnzimmermöbel. Wie viele andere träumte sie von einer Karriere auf der Bühne. Schon mit 10 nahm sie an ihrem ersten Talentwettbewerb teil und verblüffte die Anwesenden, indem sie ihren eigenen Text zum Klassiker "Shaboom" sang. Zunächst sah es so aus, als würde der Traum von der Bühnenkarriere schnell wahr werden, denn schon ein Jahr später ergatterte Eva die Hauptrolle im Schul-Musical ,“The Magic Circle“. Doch der rasante Aufstieg zum Superstar fand bald ein Ende und um ihr Studium an der Universität von New York zu finanzieren, tat Eva genau das, was man wohl von einer Studentin der Philosphie und Englisch erwarten würde: Sie modelte für die legendäre FORD-Modelagentur.

Das Modeln brachte viele Reisen mit sich, und so verschlug es Eva nach Frankreich und Italien. Als sie dort zu einem Casting erschien, fragte man sie, ob sie nicht auch singen könne. So fand sich Eva wenige Tage später in den Büros des A&R-Chefs von Polygram wieder, der sie ein Demoband aufnehmen ließ. Damals hatte Eva allerdings sehr bodenständige Pläne und wollte vor allem ihr Studium beenden, daher endet dieser Teil der Geschichte an dieser Stelle. (Das Demotape allerdings wird später noch einmal wichtig!)

Also packte Eva ihre Koffer und machte sich auf den Weg nach Deutschland, wo eine große Überraschung auf sie wartete. Während sie vor einer Telefonzelle in Hamburg stand (diese großen, gelben Kisten mit Fenstern und einem Telefon mit Schnur, mit dem man Leute anrufen konnte, wenn man Kleingeld oder eine Karte reinsteckte - erinnert sich heute überhaupt noch jemand an die?) ... Eva wartete also darauf, ihren Anruf zu machen und dachte sich nichts weiter, als dieser Typ vorbeikam und fragte: How are you? Genau. Auf Englisch. Einfach mal so. Weil er so ein Gefühl hatte. Und nein, keine Sneakers an ihren Füßen, kein Reiseführer oder Starbuck's Kaffee in ihrer Hand oder Baseball-Cap auf ihrem Kopf.

Es stellte sich heraus, dass dieser Typ nicht nur wirklich nett, sondern auch die Liebe ihres Lebens ist - und dass, obwohl sie sich geschworen hatte, sich nie, aber auch wirklich niemals, in einen Europäer zu verlieben. Der nette Typ war außerdem ein Tennisprofi und so kam es, dass Eva mit dem netten Typen und dem Tenniszirkus durch die Weltgeschichte reiste. Doch schließlich war es an der Zeit, sesshaft zu werden und das Paar entschied sich, erst einmal in Deutschland zu bleiben.
Gestrandet in einem fremden Land, was ganz und gar nicht ihren ursprünglichen Plänen entsprach, musste Eva zu allererst sich selbst finden. Zu dieser Zeit erwachte ein lange gehegter Wunsch mit ungeahnter Kraft zu neuem Leben. Es war die Musik - so wie es immer die Musik gewesen war. Unterstützt von "the man" machte sich Eva also auf zu neuen Abenteuern.

Nur ... wie stellt man sowas an? Man kann ja wohl kaum zu einer Plattenfirma gehen und den Leuten dort sagen, das man für sie singen will, oder? Tsja, man kann. Allerdings ist es dann hilfreich, wenn man irgendeine Arte von Demo vorzuweisen hat. Vorzugsweise eins, das in einem professionellen Tonstudio aufgenommen wurde. Klingelt da was? Genau, Eva hatte ein solches Demotape - und zwar das, was sie vor geraumer Zeit in Italien aufgenommen hatte. Die Leute der besagten Plattenfirma fanden es gut und boten ihr einige Songs an, aus denen sie wählen sollte.

Die meisten Leute würde mit Freuden jedes Lied aufnehmen, das eine Plattenfirma vorschlägt. Eva hingegen wusste, dass sie nur mit ihren eigenen Worten Menschen erreichen würde, also fing sie an, ihre eigenen Texte zu schreiben. Mit den Worten kamen bald die Melodien (und eine erhebliche Menge Schenkel-Schlagzeug).

Nachdem sie einige Songs an ihrem Mann getestet hatte, spielte Eva sie den Leuten der Plattenfirma vor. Drei der Songs nahm sie schließlich mit einem Produzenten in München auf und schickte sie zu allen großen Plattenfirmen, die man sich nur vorstellen kann. Das Leben ist leider kein Wunschkonzert, so dass der große Durchbruch noch auf sich warten ließ. Noch! Die meisten großen Labels rieten ihr, mit einem anderen Produzenten zu arbeiten und ihnen dann neues Material zu schicken.

Glücklicherweise ist Eva ziemlich stur, ihr Mann hatte sich seiner Mission verschrieben und die beiden gaben nicht auf.
Eva brachte sich das Gitarrespielen bei und machte sich auf die Suche nach dem richtigen Produzenten. Schließlich stolperte sie über einen Musiker, dessen Arbeit sie wirklich beindruckte: den New Yorker Kevin Bents. Während ihrer nächsten Ferien im Big Apple griff Eva also kurzerhand zum Telefon und rief Kevin an.

Es war ihm gleichgültig, dass sie nie wirklich die Theorie des Songschreibens gelernt hatte. Ihn interessierte nur eins: ihre Musik. Ihm gefiel, was er zu hören bekam und so entstand Evas erstes Album, mit dem sie schließlich einen Vertrag bei Warner Music ergatterte. 2003 wurde "Imported" veröffentlicht und von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt.

Man würde wohl alles Mögliche erwarten, wenn man einen Vertrag mit einem wichtigen Plattenlabel unterschrieben und ein Album herausgebracht hat, das in den Medien gut aufgenommen wird. Doch es passierte ... nicht viel. Warner hatte in dieser Zeit einige Schwierigkeiten und die Budgets, um neue Künstler zu promoten, waren klein.

Obwohl Eva ihren Traum verwirklicht hatte, bekamen nicht allzu viele Menschen etwas von "Imported" mit. Auch ein Auftritt vor 30.000 Menschen als Opening Act von Marius Müller-Westernhagen konnte daran nicht viel ändern. Also befasste sich Eva wieder mit dem Schreiben. Sie schrieb ein Kinderbuch zum Englischlernen, Gedichte, Geschichte und Songs. Viele Songs. Und wenn jemand seinen Freunden regelmäßig einen "Song of the Week" schickt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieser Jemand ein zweites Album in Angriff nehmen wird. Und so kam es dann auch. Eva wollte ein besonderes Album, eine besondere Umgebung, eine besondere Atmosphäre.

Ihr zweites Album sollte authentisch und real sein. Es sollte anderen Menschen die Möglichkeit geben, die Erfahrung, mit ihren Freunden Musik zu machen, zu teilen. Also wurde die nächste Jam-Session in New York aufgenommen. Einfach so. Authentisch, real, relaxed und wunderschön. Die "Bittersweet Session" ermöglichen es, Eva als Künstlerin und als Mensch kennenzulernen. Eva hat den nächsten Schritt auf ihrer Reise als Sängerin und Songwriterin gemacht und sie meint es ernst, wenn sie sagt: Walk with me!


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